
Die Schule
Aus Notizen von August Frisch, der in Zuzgen von 1859 bis 1873 unterrichtete, geht hervor, dass die Anfänge der Schule wohl nicht über die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Wie an vielen Orten üblich, konnte man zu Anfangszeiten noch nicht von eigentlichen Schulhäusern sprechen. Das war auch in Zuzgen so. Frisch zeigt auf, dass die erste Schulstube in der Wohnung des Schulmeisters, Bauernstuben eigneten sich damals ebenfalls als Schulzimmer, im Gassenbach zu suchen war. Dieses Haus brannte 1808 ab. Um wieder ein Dach für die den Unterricht besuchenden Kinder zu schaffen, baute man 1811 ein erstes Schulhaus in sehr bescheidener Ausführung. Dieses musste während dreissig Jahren den Ansprüchen genügen. 1841 wurde das „neue Schulhaus“ eingeweiht und bezogen. Frisch spricht hier von einem für die damaligen Begriffe stattlichen Schulhaus. In der Tat hat dieses Schulhaus die ganze Zeit bis heute überdauert und wird noch genutzt, auch wenn es seit seiner Erstellung einige Renovationen und Neuerungen über sich ergehen lassen musste, um den aktuellen Ansprüchen zu genügen. Mit dem Einzug ins neue Schulhaus wurde die Schule neu in zwei Abteilungen geführt. Bis zum Bezug der Turnhalle im Jahre 1976 wickelte sich in Zuzgen auch für die Schulkinder der Sportbetrieb das ganze Jahr im Freien ab.

In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts senkte man die Abteilungsgrössen an den Schulen. Dies führte dazu, dass in Zuzgen drei, zeitweise auch vier Abteilungen geführt werden konnten, die Unter-, die Mittel- und die Oberstufe. 1974 sandte Zeiningen seine Oberschüler erstmals nach Zuzgen, was damals ein echtes Politikum darstellte. Dieser Schüleraustausch blieb bis zur Einführung des neunten Schuljahres als Obligatorium erhalten. Ab 1990 führte Zuzgen neben dem Kindergarten, dessen Einführung auf das Jahr 1975 zurück geht, die Primarschule und die beiden letzten Klassen der Oberstufe. Dies blieb bis zur Einführung der Regionalisierung der Oberstufe Regos so. Seither besuchen alle Oberstufenschüler in Möhlin, Zeiningen oder Wegenstetten den Unterricht.